"Alles Wirklich Wertvolle kommt nicht Aus Ehrgeiz und Pflichtgefühl, sondern aus Liebe und Devotion zu Menschen und Dingen"

Albert Einstein


Die Geburtsstunde der Österreichischen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe war am 27.12.1949 und als ihr erster Präsident fungierte Professor Tassilo Antoine, Ordinarius der 1. Wiener Frauenklinik. Antoine initiierte auch die erste gesamtösterreichische Gynäkologentagung, welche damals in Innsbruck stattfand.

 

Im Jahr 1962 wurde die Amtsperiode des Präsidenten der OEGGG auf 2 Jahre verlängert, die ersten elf Präsidenten hatten jeweils nur 1 Jahr "gedient" und es wurde weiters beschlossen, dass die Tagungen in Zukunft - vorerst allerdings in unregelmäßiger Reihenfolge - gemeinsam mit jenen der deutschsprachigen Schwesterngesellschaften, so vor allem mit der Bayerischen Gesellschaft für Frauenheilkunde und Geburtshilfe stattfinden sollten. 


Bis zum Jahr 1992 waren die vier Ordinarien für Frauenheilkunde ein Österreich (I. UFK und II. UFK Wien, Graz und Innsbruck) turnusmäßig zu Präsidenten der OEGGG gewählt worden.  Für die Amtsperiode 1992/1993 wurde nun erstmals kein Ordinarius, sondern Univ.-Prof.Dr. Emil Reinold - langjähriger 1. Oberarzt der I. Universitätsfrauenklinik Wien -, der bis zu diesem Zeitpunkt 10 Jahre lang 1. Schriftführer der Gesellschaft gewesen war, zum  Präsidenten der OEGGG gewählt. 

 

In diese und die nächsten Amtsperioden fielen eine Reihe von Aktualisierungen, Modernisierungen und Anpassungen an die rasant geänderten Herausforderungen an eine wissenschaftliche Gesellschaft. Der in Angriff genommene Aufbruch in die Moderne wurde von nachfolgenden Präsidenten wie Univ.-Prof.Dr. Alf Staudach und besonders intensiv von Univ.-Prof.Dr. Norbert Pateisky intensiv fortgesetzt. 

 

Im Jahr 2005 übernahm nach langjähriger Tätigkeit als Schriftführer Prim.Dr. Wolfgang Stummvoll das Amt des Präsidenten, und der Vorsitz der OEGGG erging damit erstmalig an eine nicht universitäre Einrichtung.

 

Seit dem neuen Jahrtausend übernahm die OEGGG in zunehmendem Maße eine Reihe von Agenden, die zu einem nicht unbeträchtlichen Teil über die Tätigkeit einer wissenschaftlichen Gesellschaft hinausgingen, insbesondere die Rolle als Beratungsorgan der Gesundheitsbehörden und des Ministeriums. 

Mit dem Jahr 2012 wurde die Amtsperiode den Aufgaben entsprechend von zwei auf drei Jahre erhöht. Univ.-Prof.Dr. Uwe Lang konnte damit die Agenden der OEGGG als erster Präsident im Ausmaß von drei Jahren wahr nehmen. 

 

Mit dem Jahr 2016 steht erstmals in der Gesichte eine Frau - Univ.-Prof.Dr. Petra Kohlberger- an der Spitze der OEGGG. Auch viele weitere Positionen im Vorstand werden von Frauen wahrgenommen und so wird der in den letzten Jahren deutlich gestiegene Frauenanteil unter den Mitgliedern auch im Vorstand wieder gespiegelt. Der Frauenanteil unter den OEGGG Mitgliedern stieg von 2000 bis 2016 von 24 auf 55 Prozent.